Ich würde gerne mal ein Thema behandeln, worüber viele Leute reden, eine Meinung zu haben und was auch gerne kritisiert wird. Es geht um die sogenannten Vlogs auf YouTube.

Was ist ein Vlog?

Das Wort Vlog ist eine Kombination aus Video und Blog. Man kann es quasi wie ein Tagebuch verstehen. Hat man damals noch alles in ein Buch per Hand geschrieben, wanderte es mit der Zeit in die digitale Welt. So entstanden die ersten Blogs. Nun war das Tagebuch nicht mehr „geheim“. Man präsentierte es im Internet der Öffentlichkeit. Als dann ein Dienst namens YouTube in die digitale Welt einzog, war es nun auch möglich, sein Tagebuch als Video zu führen.

Leider habe ich durch meine Recherchen nicht heraus bekommen, wer denn nun der erste Vlogger im Netz war, aber mittlerweile gibt es eine ganze Menge von ihnen! Jeder möchte irgenwie ein bisschen Aufmerksamkeit. Es gibt natürlich auch solche, die nur Geld damit verdienen wollen, aber das ist leider nicht mehr so leicht. Es gibt nicht viele YouTuber die damit auch noch ihren Lebensunterhalt verdienen. Manche können es, manche nicht. Aber darum geht es meiner Meinung auch nicht!

Wieso schaut man sich so etwas (langweiliges) an?

Ich höre oft von Leuten, „Wieso sollte ich das schauen? Man wartet, dass etwas passiert, und dann passiert trotzdem nix.“ Ja, kenne ich. Geht mir auch manchmal so. Du schaust dir einen Vlog an und denkst am Ende, „Wieso habe ich das jetzt geschaut? Ist ja gar nichts passiert!“. Passiert! Ein Vlog ist halt, wie oben schon erwähnt, ein chronologisch geordnetes Tagebuch. Es gibt Tage, an denen passieren tausend Dinge und es gibt Tage, da passiert einfach nichts! Mehr als die Hälfte der Vlogs (ich lehne mich weeeeit aus dem Fenster) sind sehr unspektakulär. Man sieht den Protagonisten bei seinen täglichen Aufgaben. Dies kann für den einen spannend sein, für den anderen sehr langweilig. So ist das eben.

Ganz ehrlich, würde ich jeden Tag einen Vlog machen, würdet ihr mich eigentlich nur sehen, wie ich zur Arbeit fahre und wieder zurück. Sehr sehr sehr unspektakulär. Doch schaue ich mir einen Casey Neistat an, dann ist das schon eine ganz andere Hausnummer. Dieser Mann hat über 1,5 Millionen Abonnenten. Er schafft es immer wieder, meine Aufmerksamkeit zu wecken. Da ist viel Energie in den Vlogs. I like it! Dies ist bisher der einzige Vlogger, der es schafft, dauerhaft in meiner Watchlist zu bleiben. Liegt aber auch daran, dass dieser Mann viel reist und beruflich einiges zu sehen bekommt.

Aber auch deutsche Menschen (ich sage jetzt extra nicht YouTuber) sind in meiner Watchlist. Dazu gehören u.a. Simon unge, er ist der Grund, wieso ich mich so für Longboards interessiere. Des weiteren schaue ich mir die Vlogs von GillyBerlin an. Er ist in meiner Altersklasse (Ü30) und macht stets seine täglichen Vlogs. Kann man natürlich nicht mit der Reichweite eines Simon unge vergleichen, aber inhaltlich finde ich seine Vlogs interessanter als die von Simon unge, da sie ein ganz anderes Publikum ansteuert.

Ich bin immer wieder fasziniert von gutem Videomaterial. Dabei spielt die Qualität der Videos für mich nur eine kleine Nebenrolle. Klar, würde man seine Vlogs nur im Hochkant-Format mit einer 2 Megapixel-Kamera aufnehmen, würde ich es mir auch nicht anschauen wollen. Aber viele Vlogger können eine Menge erzählen, Erfahrungen und Erlebnisse weitertragen, Tipps geben oder einfach nur unterhalten. Wenn dem Vlogger daraus einen guten Mix macht, hat er mich schon.

Wieso spricht hobscotch über Vlogs?

Ganz einfach. Ich hatte eigentlich selber mal die Idee Vlogs zu machen. Damals kannte ich auch noch keinen Casey Neistat und nutze so meine Canon EOS 70D mit Schwenkdisplay zum vloggen. Auf der Cam hatte ich ein Walimex 8mm Fish-Eye-Objektiv, um möglichst viel aufs Bild zu bekommen. Und um das Ganze noch gut tragen zu können, montierte ich mein System auf ein Opteka X-Grip Henkelgriff. Mir ging es auch da schon um Qualität, denn diese Canon Legria Kameras, die jeder YouTuber nutzt, macht in meinen Augen kein schönes Bild. So entstand am 29.06.2015 ein Vlog von mir. Bis heute hatte ich ihn nie veröffentlicht, da ich mir dachte, „Wer schaut sich das von mir an? Wen interessiert das?!“. Nun, da ich diesen Artikel geschrieben habe, wollte ich auch etwas Material beisteuern. Und aufmerksame Leser wissen, dass ich zu 99% nur eigenes Material nutze. Daher möchte ich euch nun ganz unverfroren meinen „damaligen“ Vlog zeigen.

Ich hatte mir gerade erst ein Longboard gekauft, um damit bequem eine Strecke von der Bahn zur Arbeit zu erleichtern. In meinem Video seht ihr, wie ich damit ein wenige rumeier und über meinen Output rede. Ich habe keinerlei Absichten, damit irgendwie Geld zu machen! Mir geht es nur darum zu zeigen, was ein Vlog ist und wie er aus meiner Perspektive aussieht.

Wie steht Ihr zu Vlogs? Schaut Ihr euch sowas an oder seid Ihr voll dagegen? Würde mich echt mal interessieren!

Music by Kinex

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