Seit der Geburtsstunde des ersten Smartphones trage ich immer eins bei mir. Natürlich darf es bei mir nur ein High-End-Gerät sein, aber muss es wirklich stets ein Flagschiff sein?!

Der Name Alcatel dürfte vielen wohl noch ein Begriff sein. Früher hatte man entweder ein Nokia Handy, Samsung oder halt Alcatel. Lange hat man den französischen Hersteller in dieser Techniksparte vermisst. Nun möchte man mit einigen neuen Smartphones zurück in den Markt. Den Einstieg macht das Shine Lite, welches ich hier für euch in der schwarzen Variante getestet habe.

Design und Verarbeitung

Wir sprechen hier von einem Smartphone in der 200 Euro Liga. Kann ja nichts sein, würden jetzt vielleicht viele denken. Aber damit liegt man weit daneben. Das Shine Lite ist für seinen Preis sehr gut verarbeitet und bietet einem Aluminium samt Glasfront und Rückseite. Das kennt man eigentlich nur von teuren Geräten. Zur Auswahl stehen die Farben Prime Black, Pure White und Satin Gold.

Ein etwas negativer Punkt bei der Verarbeitung ist der Rahmen. Er schließt bei mir nicht ganz sauber mit der Rückseite ab, weswegen man eine leichte Kante in der Hand fühlt. Hat mich persönlich aber nicht gestört.

Auf der rechten Seite befindet sich der Powerknopf, darunter direkt die Lautstärkewippe. Den Kopfhöreranachluss findet man an der Oberseite und eines der größten Highlights sitzt auf der Rückseite: Ein Fingerprint Sensor. Dieser ist leicht nach innen versetzt, so dass man ihn auch blind schnell erfühlen kann. Auch die Kamera schließt rückseitig bündig ab.

Insgesamt fühlt sich das Smartphone für den Preis sehr hochwertig an. Das Design ist in meinen Augen auch gut gelungen. Es trägt nichts dick auf, aber es sieht auch nicht minderwertig aus. Ein wirklich gelungener Mix.

Technik

Im Inneren des Shine Lite arbeitet der Quad-Core-Prozessor MT6737 von MediaTek mit 1,3 GHz. Dazu gesellen sich 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB interner Speicher. Wem das zu wenig ist kann eine SD-Karte bis maximal 128 GB einsetzen. Am Leben gehalten wird alles durch einen 2.460 mAH starken Akku. Mit diesen Daten ist das Alcatel Shine Lite kein Arbeitstier oder Gaming-Smartphone, aber zum surfen, Social Media etc. ist es optimal.

Der Fingerprint Scanner ist für mich wohl eines der herausragenden Highlights des Telefons. Er funktioniert außerordentlich zuverlässig und kann sogar noch etwas mehr als andere. Ihr habt die Möglichkeit jedem eurer Finger eine App zuzuweisen. Ich nutze z.B. den Zeigefinger meiner linken Hand zum normalen entsperren, mein rechter Zeigefinger öffnet die Kamera und mein rechter Mittelfinger ist Instagram zugewiesen. So kann man direkt vom Sperrbildschirm aus seine favorisierte App öffnen. Sehr geile Funktion, allerdings muss man sich erst ein wenig daran gewöhnen, welcher Finger für welche App ist.

Alcatel Shine Lite im Test

Der Fingerprint Sensor

Negativ daran finde ich jedoch, dass man dazu fast immer zwei Hände benötigt. Ich nutze mein Smartphone mit der linken Hand, das Entsperren mit dem Zeigefinger funktioniert hier optimal. Möchte ich nun jedoch einhändig den Mittelfinger oder sogar den Ringfinger nutzen, ist das schon etwas fummelig und man muss aufpassen, dass einem nicht das Phone aus der Hand gleitet. Muss dazu sagen, dass ich auch nicht die größten Hände habe. Trotzdem mag ich den Sensor sehr und nutzte ihn recht häufig um die Kamera-App zu öffnen.

Display

Das IPS Display ist mit 5″ angenehm groß und bietet eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Das ergibt eine Pixeldichte von 293 ppi. Das ist nicht sonderlich viel, aber in der Preisklasse völlig ok. Besser wäre hier vielleicht ein Full-HD Display gewesen. Die Farben sind gut und auch die Blickwinkelstabilität ist IPS typisch Top. 

Lieferumfang 

Man bekommt für sein Geld die typische Ausstattung. Was jedoch nicht jeder Hersteller hinbekommt, ist direkt ein Case beizulegen. Ihr erhaltet ein transparentes Case aus Plastik mit Gummirändern. Nichts weltbewegendes, aber ich habe es die meiste Zeit schon drauf. Des weiteren stecken recht billig anwirkende In-Ear Kopfhörer, ein Ladekabel samt Stecker, ein Simkarten-Tool und den üblichen Papierkram.

Software

Alcatel Shine Lite im Test

Alcatel Shine Lite

Ausgeliefert wird das Shine Lite mit Android 6.0 Marshmallow. Sieht gut aus und läuft angenehm. Zwar gibt es gelegentlich ein paar Mikroruckler, aber alles in einem vertretbaren Rahmen.

Auf dem Sperrbildschirm kann man sich bis zu 5 Shortcuts anlegen. So habe ich z.B. direkten Zugriff auf meine Musik, den Taschenrechner oder kann einen Kontakt anlegen.

Mit Face Show könnt Ihr euch alle Selfies anschauen, die mit dem Gerät aufgenommen wurden. Des weiteren kann man ein kleines Video daraus erstellen mit diversen Übergangseffekten. Nettes Gimmik.

Einen kleinen Bug habe ich auch schon gefunden. Zumindest in Kombination mit meinen AKG Y55 Kopfhörern. Normalerweise kann ich durch doppeltes Drücken auf die Fernbedienung einen Song weiter switchen. Das funktioniert hier leider nicht. Es wird einfach der Song gestoppt.

Kamera(s)

Auf der Rückseite befindet sich eine 13 Megapixel Kamera mit einer Blende f2.2 samt Dual-Tone-Blitz und 5 Megapixel sorgen bei der Frontkamera für gelungene Selfies. Allerdings benötigen die Kameras schon etwas licht, denn in Lowlight wird es schnell pixelig und matschig. Erwartet also keine gestochen scharfen Fotos. Für einen Schnappschuss sind die Kameras aber auf jeden Fall zu gebrauchen. Was mir noch fehlt, ist ein Raster, welches leider nicht eingeblendet werden kann. Hier sollte Alcatel nachbessern!

Richtig cool dagegen ist das Auslösen per Fingergeste. Man formt mit seiner Hand einfach ein V und schon startet ein 3-Sekunden-Timer. Das funktioniert mit der Haupt- als auch mit der Frontkamera. Und das auch sehr zuverlässig.

Hier unten könnt Ihr euch ein paar unbearbeitete Testbilder anschauen.

Fazit

Alles in Allem kann man über dieses Smartphone nicht meckern! Ihr bekommt für gerade einmal aktuell 199,- Euro ein sehr gut verarbeitetes Smartphone aus Aluminium und Glas. Es lässt sich im Alltag sehr angenehm nutzen, kann bei Tageslicht recht gute Fotos machen und hat dazu sogar noch einen Fingerprint Sensor. Das müssen andere Hersteller erst einmal hinbekommen!

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